An den Wassern des Rio Duero gedeiht der Salat, an den Hängen der Wein. Von Fresno de Caracena nach San Esteban de Gormaz, 11. Wandertag

Montag, 12. Juni 2017

Die Nacht auf dem gefliesten Fußboden war nicht gerade komfortabel, und so stehe ich heute gerne ein bisschen früher auf. Auch Michelle ist noch da, sie teilt ihre beiden letzten Kekse mit mir, und Pulverkaffee hat sie auch noch, den wir mit kaltem Wasser angerührt und ganz pur aus ihrer Tasse trinken. Dann machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Der gestrige Abend bei José bietet natürlich noch Gesprächsstoff. „Das war doch nett, dass er uns eingeladen hat. Na gut, er konnte ja nicht anders, denn ich habe ihn dazu gezwungen“, meint Michelle schelmisch. „Ja, du warst ganz schön frech! Ich hätte mich das nicht getraut“. „Wieso? Es war doch gut für ihn! Was hätte er denn sonst gemacht? Er lebt da ganz allein, in diesem Kaff, wo nichts los ist, und muss alle Abende vor seinem Fernseher verbringen. So hatte er ein bisschen Abwechslung…“ Wir hätten vielleicht den ganzen Tag in munterem Geplauder so dahinwandern können – wäre da nicht nach kaum einem Kilometer eine Ermita am Weg gestanden. Da muss ich nun meine Nase hineinstecken, während die Michelle gern ihren Laufrhythmus beibehält. „Bis nachher! Wir sehen uns dann spätestens in San Esteban!“ Weiterlesen „An den Wassern des Rio Duero gedeiht der Salat, an den Hängen der Wein. Von Fresno de Caracena nach San Esteban de Gormaz, 11. Wandertag“

Durch den Cañon de Caracena. Von Miedes de Atienza nach Fresno de Caracena, 10. Wandertag

Sonntag, 11. Juni 2017

Nun stehe ich auf der Passhöhe, dem „Alto de la Carrascosa“, 1380 m hoch. Die Wegbeschreibung hatte die vier Kilometer bis hier herauf als einen „schwierigen Aufstieg“ angekündigt, aber so schlimm war es gar nicht. Im Gegenteil – ein stiller, einsamer Pfad durch karge Landschaft, zu der frühen Stunde noch angenehm kühl. Weiterlesen „Durch den Cañon de Caracena. Von Miedes de Atienza nach Fresno de Caracena, 10. Wandertag“

Ein entführtes Königskind und die Königinnen der Kochtöpfe. Von Atienza nach Miedes de Atienza, 9. Wandertag

Samstag, 10. Juni 2017

Atienza war eine bedeutende Stadt“, hat der Padre Josefino gestern mit vielsagendem Blick bemerkt. „Bedeutender, als man heute vermuten würde…“ Heute hat Atienza gerade mal 450 Einwohner… Leider hat der Padre weiter nichts von seinem Wissen preisgegeben, und so bleibt es mir selber überlassen, in Atienza auf Spurensuche zu gehen. Weiterlesen „Ein entführtes Königskind und die Königinnen der Kochtöpfe. Von Atienza nach Miedes de Atienza, 9. Wandertag“