Von Santo Domingo de Silos nach Mecerreyes, 14. Wandertag

Donnerstag, 15. Juni 2017

Look, the bear!“ Die spanische Führerin deutet nach oben zur Holzdecke, und ein gutes Dutzend koreanischer Augenpaare folgt ihrem Fingerzeig. „You see the bear?“ Ratlosigkeit. „Bor? Bar?“ „Here, here, the bear!“ Die spanische Führerin gibt sich alle Mühe, ihre Aussprache des Englischen klingt auch nur ein ganz kleines bisschen spanisch. „Bear, bear!“ vesucht sie es noch einmal, besonders deutlich. Die Koreanerinnen diskutieren, raten. „Bear?“ „Bear…“ „Bear!“ Bei der koreanischen Dolmetscherin ist der Groschen gefallen, sie ruft das Wort auf koreanisch. Jubel, Erleichterung, „Oh“, „Ah“, „Yes, a bear!“ Wieder wenden sich die Köpfe nach oben zu den Deckenmalereien aus dem 14. Jahrhundert, und man bewundert die schwer erkämpfte Bärenjagd.

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Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen. Von Quintanarraya nach Santo Domingo de Silos, 13. Wandertag

Mittwoch, 14. Juni 2017

Eigentlich hätte ich es inzwischen wissen können. Dass es nicht gut ausgeht, wenn ich zu früh aufbreche. Und ohne Frühstück. Ich bin eben ein ausgemachter Morgenmuffel… und da wird aus einer gemütlichen Etappe von überschaubaren vierundzwanzig Kilometern ganz schnell eine kopflose Fünfunddreißig-Kilometer-Hetzerei auf öden, geteerten Fahrbahnen… aber ich greife vor. Also schön der Reihe nach:

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Asphalt und ein „Lost Place“. Von San Esteban de Gormaz nach Quintanarraya, 12. Wandertag

Dienstag, 13. Juni 2017

Halb Neun ist es, die Luft ist noch frisch und angenehm, Schwalben jagen über den Himmel, ein Bauer pflügt seinen Acker. Heute früh musste ich erst wieder die ganze Stadt durchqueren, weil das „Hostal Moreno“ am „falschen“ Ende von San Esteban liegt, aber so hatte ich Gelegenheit, zu frühstücken, Essensvorräte zu bunkern und Nuestra Señora del Rivero noch einmal im klaren Morgensonnenlicht zu bewundern. Der Weg aus der Stadt hinaus war einfach, die „Calle Mayor“ entlang und dann immer geradeaus… Kurz nach der Unterquerung der N122 zeigt ein Wegweiser die Ortschaften an, die ich auf der heutigen Etappe nach Quintanarraya durchqueren werde. Dreißig Kilometer stehen mir bevor, auf denen mich aber sechs Dörfer erwarten – willkommene Abwechslung und vielleicht sogar eine geöffnete Bar… Ups, da hätte ich doch glatt fast den Pfeil übersehen! Ziemlich unauffällig weist er auf einen Feldweg nach rechts, weg von der Straße.

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